fatima apostolat pilgerreisen - verein zur veranstaltung und förderung von wallfahrten und pilgerreisen

SITZ DES VEREINES

Wallfahrtskirche UNSERE LIEBE FRAU VON FATIMA in Droß
Kirchenplatz 114
3552 Droß

Büro für Wallfahrtsseelsorge:
Pfarramt Stratzing  
Kirchengasse 5
A-3552 Lengenfeld 
Tel. 02719 2383
Fax: 02719 30052
pfarramt.stratzing@gmail.at

Büro für Pilgerreisen:
Pfarramt Rohrbach
Kirchengasse 2
A-3163 Rohrbach an der Gölsen
Tel. 02764 2520
pfarramt@pfarre-rohrbach.at



Der Verein Fatima-Apostolat-Pilgerreisen wurde 2001 zur Förderung von Wallfahrten und Pilgerreisen nach Fatima und darüber hinaus zu den großen Wallfahrtszentren der römisch-katholischen Kirche gegründet. Vorträge und Versammlungen, gesellige Zusammenkünfte, Wanderungen, Durchführung von Pilgerreisen und Herausgabe eines Rundbriefes sind die ideellen Mittel dieser Gemeinschaft.

 

Was macht eine Reise zu einer Pilgerreise?
Was macht einen Ausflug zu einer WALLFAHRT?

Diesen Fragen wollen wir nachgehen und versuchen eine Antwort zu finden! Vorweg soll festgehalten werden, dass das Wallfahrten nicht erst durch das Christentum erfunden wurde. In allen großen Religionen ist die Wallfahrt - darunter versteht man das Aufsuchen einer bestimmten Kultstätte mit einem dort befindlichen Kultobjekt - ein wesentlicher religiöser Akt.

Diese Unternehmungen werden entweder auf Grund eines Gelöbnisses oder einfach um diesen religiösen Akt zu setzen vollzogen. Dabei liegt die Überzeugung zu Grunde, dass die Gottheit an bestimmten Orten mit ihren Gnadenkräften den hilfesuchenden und heilsbedürftigen Menschen besonders nahe steht. Als solche Orte sind häufig: Wasserquellen, Wasserstellen, Bäume (Hain), Stein (Steine), Grabstätten, Orte, die im Leben eines Heiligen, eines Religionsstifters, usw. eine besondere Rolle gespielt haben, oder ein Bild, dem eine besondere Kraft zugesprochen wird.

Auch im Volk Israel kam der Wallfahrt eine besondere Bedeutung zu. Das Alte Testament (Ex. 23,17; 34,23; Dtn.16,16) spricht vom Gesetz des Herrn, das vorschreibt, dass das Heiligtum des Herrn dreimal im Jahr besucht werden müsse und zwar zum Paschafest (Fest der ungesäuerten Brote), zum Pfingstfest (Wochenfest) und zum Laubhüttenfest. - Der nomadischen Herkunft des Volkes Israel entsprechend, war die Entwicklung der Wallfahrt sehr günstig, nämlich periodisch immer wieder an Orte zurück zu kehren. Im Buch Genesis gibt es eine Reihe von Stellen, die das belegen, z.B. Gen. 12,6-9 oder Gen. 35, 1-8. Aber auch im Neuen Testament finden wir viele Beispiele die das Wallfahrtswesen als wesentlichen Bestandteil der Ausübung Religion des Volkes Israel zeigen, z.B. Luk. 2, 41 - 51.

In der alten Kirche wird etwa seit dem 4. Jh. zu den Gräbern der Martyrer und nach Palästina gepilgert. Ebenso waren Wirkungsstätten von Nothelfern - Heiligen, zu denen besonders die Gottesmutter zu zählen ist, Ziel von Pilgereisen. Diese Wallfahrten sind im Christentum von Anfang an besonderer Ausdruck volksfrommen Verhaltens und Erlebens. Es waren und sind bis heute Bitt - und Fürbittgänge in eigener und in allgemeiner Not. Grob eingeteilt könnte man sagen, es gibt Bittwallfahrten, Devotionswallfahrten und Bußwallfahrten. Man unterscheidet auch zwischen Wallfahrten zu einzelnen Heiligen, besonders zu Maria und trinitarischen oder christologischen Wallfahrten.

Natürlich kann man rein äußerlich eine Wallfahrt mit einer Wanderung vergleichen. Aber warum nenne ich diese Wanderung dann WALLFAHRT? Nun, wenn ich wandere, dann muss ich nicht unbedingt ein Ziel haben, ich spaziere einfach dahin und betrachte die Natur, usw. Bei einer WALLFAHRT macht man sich auf den Weg zu einem bestimmten Ort, an dem die Hilfe und die Fürbitte eines Heiligen, häufig Maria, spürbar erfahren wurde. (Die Menschen, die an so einer WALLFAHRT teilnehmen nennt man PILGER.)

WARUM ?? - Schon früh besuchten Christen heilige Stätten, wie die Gräber der Apostel und Märtyrer. Sie erhofften sich dadurch Kraft, Stärke, Hilfe und Rat von diesen Heiligen und sie fühlten sich an diesen Orten ganz nahe bei ihnen. Im Mittelalter waren die großen Wallfahrtsziele: JERUSALEM, als Ort des Herrengrabes und das HEILIGE LAND, ROM, mit den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus und SANTIAGO DE COMPOSTELA, in Spanien mit dem Grab des Apostels Jakobus dem Älteren. Der Apostel Jakobus gilt mit seinem Pilgerhut und dem Wanderstab als Schutzpatron der Pilger. Deshalb wird ein Teilnehmer an Wallfahrten Pilger genannt.

 

Pilger in Fatima

In der römisch katholischen Kirche bedeutet Wallfahren in besinnlicher Form als Pilger des Volkes Gottes unterwegs sein und dabei das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Das ganze Leben ist ja vergleichbar mit einer großen Pilgerreise: Das Ziel ist die Vollendung in der Herrlichkeit des Himmels. Dieses Ziel erreichen wir nach der Wanderschaft, auf der es viele Stationen gibt - man könnte sagen Teilziele auf dem Weg. Unser Lebensweg ist eine Aufgabe - oder noch besser - unser Lebensweg ist DIE AUFGABE UNSERES LEBENS HIER AUF ERDEN. Und da ist es wichtig zu erkennen, was Gott von mir will. Das ist nicht immer leicht. Gerade eine Wallfahrt kann da Hilfe bringen. Eine Wallfahrt kann aber auch Ausdruck des Dankes sein für eine erfahrene Gnade und Hilfe. Oder ich habe ein großes Anliegen, ich befinde mich in einer Notlage, Probleme drücken mich nieder und ich weiß nicht mehr ein und aus, da richte ich meinen Blick auf Gott und erbitte mir seine Hilfe. Auch für meine Mitmenschen kann ich mich zum Fürsprecher machen und eine Pilgerreise antreten.

Wesentliche Elemente einer guten Wallfahrt sind die Vorbereitung und Einstimmung. Dann ist die eigentliche Reise oder Wanderung zu nennen. Höhepunkt des Pilgerns ist das Verweilen am Wallfahrtsort selbst. Wichtig ist dabei schon der Einzug ins Heiligtum. Wenn dies in einer Gruppe geschieht, so ist das besonders feierlich und berührend. Aber auch wenn ich allein unterwegs bin, so hat das ins Heiligtum-Eintreten eine besondere Bedeutung. Zu einer guten Wallfahrt gehört sodann die Besinnung, Gewissenserforschung und Reue. Das soll Vorbereitung für den Empfang der heiligen Beichte sein. Höhepunkt der Wallfahrt ist die Teilnahme an der Eucharistiefeier. Daneben muss man viel Zeit einplanen für das Gebet und die Andachten ( z. B. Morgengebet, Rosenkranz, Kreuzwegandacht, Vesper, Segenandachten,....) . Wenn man in der Gruppe auf Wallfahrt ist, darf nicht vergessen werden, dass die einzelnen Teilnehmer auch genügend Raum finden für das private Gebet. Auch für das gesellige Beisammensein muss vorgesorgt werden.

Bei den Pilgerreisen des Vereines "FATIMA - APOSTOLAT - PILGERREISEN" sind die tägliche Feier der hl. Messe, das Beten des Rosenkranzes und täglich wenigstens die Feier eines Teiles des Stundengebetes der Kirche (Laudes, Vesper oder Komplet) selbstverständlich. Weiters wird bei jeder Wallfahrt Gelegenheit für die heilige Beichte geboten.