MARIENPARK im FATIMAHEILIGTUM DROSS

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MARIENPARK im FATIMAHEILIGTUM   DROSS

Einführung:
Bereits im Jahr 1988 hat der Pfarrassistent von Droß den Plan gefasst auf dem schönen Platz rund um die Drosser Wallfahrtskirche einen Marienpark zu errichten. Der zuständige Moderator der Pfarre war ebenfalls gleich von dem Vorhaben begeistert. Gedacht war an die Errichtung von Stationen, die an die großen, von der Kirche anerkannten Erscheinungen der Gottesmutter, erinnern sollen. Es ist nämlich auffallend, dass seit der Erscheinung der Gottesmutter in Paris im Jahr 1830, immer wieder die gleiche Botschaft ergeht: „KEHRET UM UND TUT BUSSE !“ Diese Worte sind nicht neu: Es ist das auch die Predigt Jesu. So müssen wir auch die Erscheinungen verstehen, dass Gott, der uns unendlich liebt und nur unser Heil im Sinn hat, uns durch Maria sagen will, was wir tun müssen, um glücklich zu werden: Nämlich immer wieder auf Jesus schauen und tun, was er uns sagt.
Nach schwierigen Wegen, war es dann 1997 soweit und unser hochw. Herr Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn konnte den Marienpark einweihen und seiner Bestimmung übergeben. Alle Aufwendungen für den Bau der Stationen im Marienpark  wurden durch die Spenden der Wallfahrer und Freunde von Fatima aufgebracht.
Der Gang durch den Drosser Marienpark soll bewusst machen, Maria erscheint an vielen Orten, um uns zu sagen, schaut auf meinen Sohn Jesus und erfüllt sein Gebot, das Gebot der Liebe, oder anders ausgedrückt, Maria nimmt uns an der Hand und führt uns zu Jesus und sie sagt uns: „Tut, was ER euch sagt !“
I. Station:
„UNSERE  LIEBE  FRAU  VON  DER
WUNDERBAREN  MEDAILLE“

:
Diese Station erinnert an das Geschenk der „WUNDERBAREN MEDAILLE“, die uns die Gottesmutter im Jahr 1830 durch die heilige Ordensfrau Katharina Laboure’ geschenkt hat. Viele Katholiken tragen diese Medaille und fühlen sich dadurch in einem besonderen Naheverhältnis zu Maria. Unzählige Menschen haben im Laufe ihres Lebens immer wieder erfahren, dass die Gottesmutter für sie Fürsprecherin war.
Katharina Laboure’ (1806 – 1876) war gerade ins Noviziat der Vinzentinerinnen in der Rue du Bac in Paris aufgenommen worden. In der Nacht des 19. Juli 1830 führt der Schutzengel die junge Novizin in die Klosterkirche. Da sieht die Ordensfrau Maria, die Gottesmutter, auf einem Stuhl im Chorraum sitzen. Katharina kniet sich vertrauensvoll bei der Gottesmutter nieder und spricht mit ihr. Maria sagt der vor ihr Knieenden, dass das Kloster in der kommenden Revolution verschont bleiben würde.  – Am 27. November 1830 hat Katharina die zweite Erscheinung. Dabei erscheint ihr Maria auf der Erdkugel, auf der Schlage (= Satan) stehend, mit ausgebreiteten Armen. Von den Händen gehen Stahlen  auf die Erde aus.  Dann sagt die Gottesmutter zu Katharina, sie solle sich mit dem Beichtvater besprechen, denn sie möchte, dass Katharina Medaillen prägen lassen solle mit diesem Erscheinungsbild. Katharina bespricht sich mit dem Geistlichen, der aber tut nichts. So kommt die Gottesmutter nochmals im Dezember zu der Ordensfrau mit der gleichen Bitte. Nun reagiert der Beichtvater und informiert auch den Erzbischof von Paris. Dieser lässt 1832 die Medaillen prägen und verteilen. In der Folge geschehen zahlreiche Wunder, sodass die Medaille bald „Wundertätige Medaille“ genannt wird. Seither ist diese Medaille millionenfach in der ganzen Welt verbreitet.

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II. Station:
„UNSERE  LIEBE  FRAU VON LA SALETTE“:

Am 19. September 1846 erschien die Gottesmutter den zwei Hirtenkindern Maximin Giraud, 11 Jahre alt, und Me’lanie  Calvat, 15 Jahre alt, in den französischen Alpen in dem Ort La Salette, hoch oben auf der Alm. Die Kinder sehen Maria, gekleidet in einem weißen Gewand mit einer etwas ungewöhnlichen Kopfbedeckung, auf einem Stein sitzend und weinend. Dann steht die Erscheinung auf und geht einige Schritte und spricht  mit Maximin und Me’lanie. Sie vertraut den Sehern ein Geheimnis an, das sie erst später weitersagen dürfen. Die Botschaft, die die Kinder sofort verkünden sollen,  ist die Sorge unserer himmlischen Mutter wegen der vielen Sünden der Menschen. Besonders beklagt Maria, dass die Christen am Sonntag nicht zum Gottesdienst gehen  und Gott nicht die Ehre geben, wie es das dritte Gebote Gottes verlangt. Die Menschen gehen lieber ins Wirthaus oder ergeben sich einem ausschweifendem Leben. – Weiters beklagt die Erscheinung, das die Christen fluchen und den Namen Gottes nicht ehren. Maria sagt auch, dass es Missernten gibt, damit die Menschen doch zur Besinnung kommen und  auf Jesus schauen, der soviel für die Sünden der Menschen gelitten hat.

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III. Station:
„UNSERE  LIEBE  FRAU  VON LOURDES“:

Im Jahr 1858 erschien die Gottesmutter dem Mädchen Bernadette Soubirous (1844 – 1879) insgesamt 18 mal  in der Grotte von Massabielle in Lourdes. Die erste Erscheinung war am 11. Februar 1858. Bernadette war mit drei jüngeren Geschwistern und einem anderen Mädchen am Ufer des Gave flussabwärts gewandert, um Brennholz zu sammeln. Plötzlich hörte Bernadette ein Geräusch und dann sah sie in der Grotte die „Dame“ in einem überirdischen Licht. Sie sah sie lange an. Dann wurde Bernadette von der „Dame“ eingeladen den Rosenkranz zu beten. Mit der „Dame“, die den Rosenkranz in den Händen hielt, betete sie nun. Als der Rosenkranz zu Ende gebetet war, verschwand die Erscheinung. Die nächste Erscheinung der Gottesmutter war bereits am 14. Februar. Für Bernadette begann ein schwerer Leidensweg, weil man sie als Lügnerin hinstellte und ihren Erzählungen keinen Glaubens schenkte. Am 25. Februar, bei der neunten Erscheinung Mariens, entsprang die Quelle, gleich unter der Grotte, wo sich die Gottesmutter immer zeigte, und schon am 26. Februar geschah durch das Wasser der Quelle das erste Wunder. Bei der 16. Erscheinung stellte sich Maria vor mit den Worten: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis!“ Millionen  kommen seither nach Lourdes mit ihren Sorgen und Nöten und bitten um die Fürsprache der Gottesmutter. Viele Wunder sind seither dort geschehen, besonders Krankenheilungen, als Zeichen dafür, dass Gott mit uns ist. Maria führt uns, weil sie auch unsere Mutter ist, immer wieder zu diesen Orten, um uns zu sagen: Jesus ist der Heiland.
Bernadette ist später ins Kloster nach Nevers gegangen und wurde Ordensschwester. Am 16. April 1879 ist sie gestorben und 1933 wurde sie heiliggesprochen.

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IV. Station:
„UNSERE  LIEBE  FRAU  VOM  HEILIGEN ROSENKRANZ“:

Im Jahr 1916 haben die drei Seherkinder von Fatima: Francisco, Jacinta und Lucia dreimal einen Engel gesehen. Dieser lehrte sie die Sühnegebete von Fatima, die seither von Tausenden in der weiten Welt gebetet werden. Bei der dritten Begegnung reichte der Engel den Kindern die heilige Eucharistie. Der Engel stellte sich auch vor: Einmal nannte er sich „Engel von Portugal“ und ein anderes Mal sagt er er ist der „Engel des Friedens“.
An den beiden Flügeln der Rosenkranzkapelle im Marienpark ist je eine Engelsdarstellung angebracht, die an diese Erscheinungen des Engels in Fatima erinnern.
Am 13. Oktober 1917, bei der sechsten Erscheinung der Gottesmutter, stellte sich Maria  mit dem Titel vor: „Ich bin die Königin vom heiligen Rosenkranz!“  Die Fatima – Ereignisse sind untrennbar mit dem Rosenkranzgebet  verbunden. Der bleibende Auftrag an uns ist, so wie die Hirtenkinder von Fatima uns das vorgezeigt haben, täglich den Rosenkranz zu beten und bereit sein Tag für Tag die Opfer, die von uns gefordert werden, anzunehmen und dazu „JA“ zu sagen. Die Fatimastatue in der Kapelle ist aus Fatima. Bei den Lichterprozessionen an den 13. der Monate Mai bis Oktober wird diese Statue mitgetragen.

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V. Station:
„DIE WEINENDE MUTTERGOTTES VON SYRAKUS“:

Am 29. August 1953 beobachteten  Antonia und Angelo Iannusco, dass die kleine Herz Mariä Darstellung aus Terrakotta  – Material, die im Schafzimmer hing, weinte. Die beiden waren kurz verheiratet. Die Frau war nun  schwanger und hatte ziemliche Probleme mit ihrem Zustand. In ihren Schmerzen bat sie Maria um Hilfe. Dem Ehemann, der Kommunist war, wurde das Gejammer der Frau zuviel und er wollte die Marienfigur aus dem Fenster werfen, als er plötzlich die Tränen bemerkte. Schnell sprach sich das Ereignis in Syrakus herum und alle wollten die weinende Muttergottes sehen. Man stellte das Bild ins Freie. Vier Tage lang strömten die Tränen aus den Augen der Gottesmutter. Zehntausende waren Zeugen dieses Wunders. Man hat  mit Wattebäuschchen die Tränen aufgetunkt und zu Kranken gebracht. Es dauerte nur ein paar Tage, dann wurden auch schon die ersten Wunder berichtet. Die erste die gesund wurde, war Frau Iannusco, ihre Schmerzen waren weg und sie brachte einen gesundes Kind zur Welt. Bis zum 11. Oktober 1953 waren über zwei Millionen Menschen zum Bild der „WEINENDEN MUTTERGOTTES“ nach Syrakus gekommen.  Bereits am 11. Dezember 1953 kamen die Bischöfe Siziliens zu dem Beschluss, dass die Tränen echt sind und dass diese Kundgebung der Gottesmutter alle dazu mahne Buße zu tun.

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VI.Station:
„CHRISTUS GESTERN –  CHRISTUS HEUTE –  CHRISTUS IN ALLE EWIGKEIT“:

„Christus alleiniger Retter der Welt !“,unter dieses Motto hat der Neupriester Matthias Maria Breitweg aus Deggingen in Deutschland, der sich Droß zur Wahlheimat erwählt hat und der hier seine unmittelbare Vorbereitung auf das Priestertum gemacht hat (Pastoraljahr), seine Primizfeier gestellt. Diese Feier fand am 12. und 13. Juli 1997 in Droß statt. (Übrigens die erste Primizfeier seit über 150 Jahren in Droß.)  Am Nachmittag des 13. Juli 1997 hat der Neupriester das große Kreuz, seine persönliche Spende an das Fatimaheiligtum, eingeweiht. Es soll zunächst, im Fatima – Jubiläumsjahr 1997,  an das große Kreuz auf dem Platz in Fatima erinnern. Weiters  soll es eine ständige Erinnerung an das Motto des Jahres 1997 als Vorbereitung auf das Jubeljahr 2000 sein. Schließlich will das Kreuz ein persönlicher Dank des Neupriesters für seine Berufung zum Priestertum sein.

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VII. Station:
„UNSERE LIEBE FRAU VON TSCHENSTOCHAU“:

Seit dem Jahr 1997 finden in der Drosser Fatima – Wallfahrtskirche an den Sonntagen polnische Gottesdienste statt. Aus der näheren und weiteren Umgebung kommen die hier ansässigen Polen, um in ihrer Muttersprache Eucharistie zu feiern. Auf diesem Hintergrund entstand der Wunsch dieser „polnischen Gemeinde“ in Droß auch eine Gebetsstätte zu Ehren „Unserer Lieben Frau von Tschenstochau“ zu errichten. Dieser Plan wurde von den Polen verwirklicht. Beim Gottesdienst des Heiligen Vaters Johannes Paul II. am 20. Juni 1998 in St. Pölten wurde der Grundstein des Bildstockes gesegnet und am Sonntag, 18. April. 1999  weihte der Bischof von Tschenstochau dieses kleine Heiligtum der Gottesmutter.
Das Gnadenbild von Tschenstochau wird seit dem 14. Jahrhundert auf dem Klarenberg (Polnisch: Jasna Gora) verehrt. Dieses alte Marienbild hat eine dunkle Gesichtsfarbe. Als man das Bild 1382 wegbringen wollte, konnte es niemand  von der Stelle bewegen. So änderte man die Pläne und baute auf dem Berg über der Kapelle mit dem Marienbild die neue Kirche. 1430 wurde das Gnadenbild von den Hussiten profaniert und konnte, trotz Schläge mit dem Säbel, nicht zerstört werden. 1717 wurde das Gnadenbild auf Veranlassung von Papst Klemens XI. feierlich gekrönt. „Unsere Liebe Frau von Tschenstochau“ gilt als Schutzpatronin Polens.

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VIII. Station:
KAPELLE ZU EHREN DER SELIGEN KINDER FRANCISCO UND
JACINTA MARTO AUS FATIMA“:

Diese Station wurde durch den hochw. Herrn Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am Sonntag, 6. April 2008 eingeweiht. Bereits im September 2000 hat der hochw. Herr Bischof Seraphim von Fatima, zusammen mit P. Luis Kondor den Spatenstich vorgenommen. Am 20. Februar 2001 wurden in Fatima die beiden Statuen der seligen Kinder für diese Kapelle durch Bischof Serafim von Fatima geweiht und dann nach Droß gebracht. Durch verschiedene Umstände wurde der Bau aber nicht durchgeführt und es wurde immer aufgeschoben. Durch die neu gegründete kirchliche  Vereinigung „FATIMA – APOSTOLAT – Pilgerreisen“ wurde nun dieses Heiligtum der seligen Fatimakinder errichtet. Die Kapelle wurde von Mitgliedern der Vereinigung erbaut und zwar zur Gänze aus deren Spenden finanziert.  Nun soll diese Kapelle einladen zur Verehrung der Fatimakinder, aber zugleich sollen  die Heranwachsenden auf das Vorbildhafte der Seherkinder in der Christusnachfolge aufmerksam gemacht werden. Diese Kinder zeigen uns ja allen, wie wir die Inhalte der Botschaft, die uns unsere Mutter in Fatima verkündet hat, im Leben umsetzen können. Die Fenster stellen das dar: Gebet, besonders das Rosenkranzgebet und Opfer bringen, teilen, den Mitmenschen in ihren Nöten und Sorgen beistehen und helfen.
Die Fenster und die Wandmalerein stammen von der Drosser Künstlerin Frau Leopoldine Steininger. Die Fenster wurden von der Künstlerin nach Zeichnungen von Schulkindern ausgeführt. Die zwei Wandmalerein zeigen die Begegnung der Kinder von Fatima mit dem Engel und mit der Rosenkranzkönigin.In der Kapelle befindet sich auch ein Reliquiar, das der Wallfahrtsstätte Droß von P. Luis Kondor , Vice – Postulator des Seligsprechungsprozesses der Fatimakinder, geschenkt wurde: Je ein Stückchen des Sarges des sel. Francisco, des Sarges der sel. Jacinta und von dem Ast, auf dem die Gottesmutter am 19. August 1917 erschienen ist.

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Verein zur Förderung und Veranstaltung von Pilgerreisen